Der Trail-Rucksack


In etwa 4 Monaten fällt der Startschuss zum Engadin Ultra Trail. Es ist deshalb an der Zeit, einen gut sitzenden Rucksack zu evaluieren und damit zu trainieren.


Nachdem wir die Trailschuhe und -Stöcke angeschaut haben, widmen wir uns heute dem Rucksack. Wer am Engadin Ultra Trail teilnimmt, muss einen Rucksack tragen (siehe Kapitel 6.1 des Reglements). Darin wird die übrige obligatorische Ausrüstung verstaut. In einem späteren Beitrag werden wir das weitere Pflichtmaterial unter die Lupe nehmen.


Die Auswahl an Rucksäcken ist sehr gross. Schau unbedingt nach einem TRAIL-Rucksack! Dieser ist nämlich leichter als ein gewöhnlicher Bergrucksack und hat spezielle Riemen, damit er während des Laufens fest sitzt. Es gibt nämlich nichts Schlimmeres als einen am Rücken «tanzenden» Rucksack, der zudem zu Schürfungen an Schultern und Rücken führen kann.



Obwohl Velorucksäcke ebenfalls leicht sind, weisen sie nicht unbedingt die gleichen Vorrichtungen auf wie die Trailrucksäcke, da sie einem anderen Zweck dienen.

Je nach Distanz bestehen unterschiedliche Anforderungen an den Rucksack. Genügt für den ET16 ein kleiner Rucksack mit einem Inhalt von 2 Litern (oder sogar eine Bauchtasche mit Bidon und Haltenetz für Regenjacke und Kleinmaterial), braucht es für den EUT102 deutlich mehr Platz, um zum Beispiel die Stirnlampe, die Überhose und persönliche Verpflegung unterzubringen.


Es lohnt sich deshalb, zuerst das benötigte Volumen einzuschätzen. Die Rucksackmodelle sind mit einer Zahl angeschrieben, die dem Volumen entspricht, zum Beispiel 2 für 2 Liter, 5, 10, usw.

Der nächste Schritt betrifft die Form: Bauchtasche, Weste oder Tagesrucksack? Hier empfiehlt sich der Gang zum Fachgeschäft, um die verschiedenen Modelle auszuprobieren. Der Rucksack kann je nach Schulterbreite, Brustumfang oder Rückenlänge anders sitzen.


Wichtig ist es auch, sich zu überlegen, ob man zum Trinken eine Wasserflasche oder eine Trinkblase bevorzugt. Wasserflaschen gibt es in verschiedenen Ausführungen: vom klassischen Bidon bis zur weichen Flasche (Soft Flask) von 0.5 oder 0.75 Liter. Sie können in Netzen auf den Rucksackseiten oder vorne auf Brusthöhe untergebracht werden. Die Trinkblase wird innerhalb des Rucksacks am Rücken verstaut und hat eine grössere Kapazität von bis zu 2 Liter ; der Nachteil ist, dass der Rucksack abgezogen werden muss, um sie nachzufüllen. Hier ist es wichtig, die Distanz zwischen den Verpflegungsposten anzuschauen und die eigenen Trinkbedürfnisse zu schätzen.


Hast du deine Wahl getroffen, kannst du dich an den nützlichen «Fremdling» auf deinem Rücken gewöhnen. Laufe die ersten Trainingseinheiten mit halb leerem Rucksack. Dies entspricht dem Volumen gegen Ende des Wettkampfs. So kannst du prüfen, wie gut bzw. fest der halbleere Rucksack sitzt. Hast du dich daran gewöhnt, kannst du mit dem «Startgewicht» trainieren.


Sobald es die Temperatur erlaubt, lauf in Wettkampf-Kleidung. So erkennst du rechtzeitig mögliche Druckstellen und kannst gegebenenfalls nach einer weiteren Lösung suchen.


Nach dem berühmten Motto: ja keine Experimente am Renntag! Ich wünsche dir eine gute Wahl und viel Vergnügen auf den Trails!



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